Die anstehende Reise hat nicht nur ihre schönen Seiten, denn die Reise werde ich alleine antreten und nahezu alles zurücklassen.
So bleibt auch meine Freundin zu Hause.

In einem Gastbeitrag teilt sie ihre Gedanken und Gefühle um auch diesen Bestandteil der Reise zu beleuchten.

Viele Dank für deine offenen und Ehrlichen Worte, deine Unterstüztung und vorallem, dass du mich ziehen lässt!

Loslassen

Nun ist es soweit und du ziehst auf deine Reise los. Und ja, ich sage das sehr bewusst. Es ist deine Reise.

Auch wenn es mir unendlich weh tut dich gehen zu lassen, weiss ich, dass es für dich das Richtige ist. Aus diesem Grund stand und stehe ich dir bei dieser Entscheidung immer zur Seite.

Als vor fast einem Jahr die Idee aufkam, war ich mit dir Feuer und Flamme. Es war so schön zu sehen, wie aus einer Idee, Tatsache wurde. Es war sehr berührend zu sehen, wie du in der ganzen Planung aufgegangen bist, dich in jedem Detail verloren hast. Als ich dann plötzlich deine Kündigung für deine Arbeitsstelle zum Gegenlesen in der Hand hatte, blieb mir das erste Mal für einen kurzen Moment die Luft weg. Ich realisierte plötzlich, wie ernst es dir ist und was es wirklich für uns heisst.

Wir hatten so viele Gespräche über unsere Beziehung, gemeinsam haben wir versucht eine optimale Lösung für uns zu finden. Eine Trennung stand für einen kurzen Augenblick im Raum, jedoch fühlte es sich falsch an eine Beziehung zu beenden, wenn es beide nicht wollen. Wir merkten, dass es diese eine „perfekte Lösung“ nicht gibt.

Gemeinsam haben wir entschieden, dass wir alles auf uns zukommen lassen und schauen was die Zukunft für uns bringt.

Ich muss mich langsam an den Gedanken gewöhnen, dass aus unserer Wohnung meine Wohnung wird. Dass deine Bettseite plötzlich über längere Zeit leer bleiben wird. Deine Zahnbürste nicht mehr ihm Glas stehen wird und wenn ich nach Haus komme kein „Hallo Schatz“ auf mich wartet.

Ich habe versucht dich von Anfang an bei deiner Entscheidung zu unterstützen und dies werde ich bis zu deiner Abreise und darüber hinaus tun.

Dennoch merkte ich in den letzten Tagen stark, dass deine Vorfreude mein Schmerz ist.

Und an den Moment, wenn ich dir nachschaue wie du losfährst, mag ich kaum denken.

Ich möchte dir sagen, dass ich wahnsinnig stolz auf dich bin. Eine solche Reise zu wagen und die eigene Komfortzone zu verlassen benötigt viel Mut.

Ich wünsche dir mein Schatz, dass du das findest was du suchst. Dass du viele tolle Erfahrungen machen kannst, tolle Menschen triffst und gesund auf deine Bettseite zurückkehrst! ♥

Pass auf dich auf, deine Susi

PS. Für alle die sich noch Fragen, weshalb ich nicht mitreise. Ich durfte in den letzten Jahren die Welt entdecken. Meine Reiselust für eine solche lange Reise ist zur Zeit gestillt und aus diesem Grund habe ich mich für die „Karriere“ entschieden. Auch bin ich der festen Überzeugung, dass Yannick diese Reise für sich alleine braucht. Es soll seine Reise sein, was aber nicht ausschliesst, dass ich ihn an gewissen Orten besuchen werde.

Kategorien: Gedanken

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